Kreativer Freelancer nach dem Studium - 3 gute Gründe

Dein kreatives Studium naht sich dem Ende? Du bekommst bereits schwitzige Hände, weil du noch immer keinen Plan hast, welchen Berufszweig du einschlagen möchtest? Ein Meer aus tausend Möglichkeiten wartet auf dich und erschlägt dich beinahe?


Seit wir denken können, waren wir in ein Konstrukt gebettet, das uns festhielt. Der Kindergarten, die Grundschule, das Gymnasium und später: das Studium. Hier wird dein Weg vorgegeben. Dass du jetzt ein wenig den Boden unter den Füßen verlierst, ist normal. Nur wenige wissen und spüren zu welchem Job sie berufen sind. Man denke nur an die vielen Quereinsteiger.

Es ist völlig normal, wenn du in der Luft hängst.

Wenn dein Studium etwas kreativ war, hast du sicher die kreative Phase sehr genießen können. Das ist auch gut so. Die Kreativität ist ein wichtiger Bestandteil, wenn es um das Freelancing geht. Ein bisschen wie Überlebenskünstler. Das Tolle ist du kannst dich ständig neu erfinden, neu ausprobieren und du bist dein eigener Chef. Natürlich macht der Schritt in die Selbstständigkeit auch etwas Angst. Vor allem ist das vermutlich aber der Respekt vor einem neuen Schritt. Welche guten Gründe gibt es also als Freelancer zu arbeiten nach dem Studium?

Freiheit in Ort, Zeit und Projekten

Als kreativer Freelancer bist du dein eigener Chef und somit ist die Entscheidungsgewalt auch in deinen Händen. Natürlich muss man auf dem Weg zum Erfolg das ein oder andere Projekt annehmen, welches nicht zu 100% seinen Vorstellungen entspricht. Diese Arbeit sollte aber dennoch nicht überwiegen. Du bist ortsunabhängig und kannst als kreativer freier Mitarbeiter dein Büro an vielen Orten aufbauen. Auch zeitlich kannst du dir eigene Grenzen und Regeln setzen. Diese Vorteile bieten eine Menge Freiheit in Bezug auf dein Privatleben.

Höheres Einkommen

Mit dem Gedanken an die Festanstellung im Büro: Es kann sein, dass du die Hälfte deines Tages nicht wirklich produktiv warst. Du wirst dennoch bezahlt. Das kann für einige Menschen etwas Positives sein, für all diejenigen, die dann aber in den Gedankenteufelskreis kommen und sich ständig fragen, was sie in der Zeit anderes hätten machen können – die überdenken dieses Verhältnis. Als Freelancer wirst du also für deine produktive Leistung bezahlt. Von nichts kommt hier nichts. Am Ende kommt dir der Aufwand aber zugute, denn dein Einkommen ist deutlich höher.

Skillset erweitern und ausleben

Als Freelancer kannst du dein ganzes Repertoire an Fähigkeiten ausleben. Durch die gewonnene Freiheit kannst du dich ausprobieren, austesten und ständig weiterbilden. Um diesen Flow beständig weiterzuführen, benötigt es eine gewisse Menge an intrinsischer Motivation. Das schöne sind aber vor allem: Die Möglichkeiten. Und mit weiteren Skills kannst du automatisch dein Angebot ausweiten. Win-Win-Situation.

Gerade in der Kreativwirtschaftsbranche lässt sich in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum der Selbstständigen beobachten. Demnach sind knapp 25% aller Erwerbstätigen in diesem Bereich selbstständig tätig und die Quote im Branchenvergleich überdurchschnittlich hoch. Berufe der Kreativwirtschaft sind u.a.:

  • Heilkundliche Berufe (Ärzte, Apotheker, Heilpraktiker..)
  • Rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Berufe (Rechtanwälte, Patentanwälte, Steuerberater..)
  • Naturwissenschaftliche und technische Berufe (Biologe, Chemiker, Informatiker..)
  • SOWIE Kulturberufe (Yogalehrer, Designer, Übersetzer, Journalisten..)
  • Nachdem einige gute Gründe für die Arbeit als Freelancer genannt wurden, ist es natürlich wichtig auch die Schattenseiten einmal zu beleuchten. Im nächsten Artikel werden wir die Hürden und Herausforderungen eines Freelancers ansprechen.