Vorstellungsgespräche sind für viele Bewerber eine Qual. Bohrende Fragen unter musternden Blicken der Personalleitung, das Gefühl auf glühenden Kohlen zu sitzen und die eigene Nervosität nicht unter kontrollieren zu bekommen. Dabei kann der Großteil dieser Symptome vermieden werden, wenn elementare Aspekte eines guten Auftretens beachtet werden. Im Folgenden geben wir Euch acht Tipps, die jedes Vorstellungsgespräch zu einem vollen Erfolg werden lassen.

8 Tipps, um mit eurer Persönlichkeit zu überzeugen!

1. Intensive Vorbereitung

Die Frage nach der eigenen Person, der Grund der Bewerbung bei einem bestimmten Unternehmen, diese und eine große Anzahl anderer Fragen entstammen dem Standard-Fragenkatalog für Bewerbungsgespräche. Das bedeutet einerseits, dass diese Fragen so oder in abgewandelter Form Teil eines jeden Interviews sind. Andererseits ermöglicht es eine akribische Ausarbeitung der Antworten auf diese Fragen, die den Bewerber im besten Licht erscheinen lassen. Darüber hinaus ist Informationsakquise über das Unternehmen und die Arbeitsstelle ebenfalls Bestandteil einer umfassenden Vorbereitung.

2. Klärung der Rahmenbedingungen

Um das Nervositätslevel nicht zusätzlich steigen zu lassen, sollte Stress weitestgehend vermieden werden. Eine rechtzeitige Bestätigung der Vorstellungseinladung und des Termins sind ebenso von Vorteil, wie die Planung der Anreise. Ein großzügiger Puffer sollte stets fest eingeplant werden, um mögliche Staus oder Zugverspätungen kompensieren zu können. Bei einer längeren Anreise ist eine Unterkunft in die Planung miteinzubeziehen. Bei dieser gilt es stets vorab nachzufragen, in wie weit das Unternehmen die Anfahrts- und Unterbringungskosten übernimmt.

3. Angemessenes Outfit

Der erste Eindruck ist der Entscheidende. Deshalb kann die Wahl der richtigen Kleidung den Ausgang eines Bewerbungsgespräches nachhaltig beeinflussen. Informiere Dich über die Kleidungsvorschrift des Unternehmens und stimme Dein Outfit darauf ab. Das Kontaktieren der Personalabteilung ist zu diesem Zweck absolut legitim. Doch auch ein gepflegtes Erscheinungsbild in Form einer ordentlichen Frisur, dezentem Make-Up oder einem ansehnlichen Bart verbessern den Gesamteindruck. Tattoos sollten zunächst bedeckt und Körperschmuck wie Piercings entfernt werden, bis die Position des Arbeitgebers dazu in Erfahrung gebracht wurde.

4. Witz, Charme und Höflichkeit

Ein altes Sprichwort besagt „Höflichkeit öffnet Dir Tür und Tor“. Dasselbe gilt auch für Vorstellungsgespräche. Egal ob bei der Begrüßung, während des Gesprächs oder bei der Verabschiedung, Höflichkeit sollte stets gewahrt werden. Das bedeutet nicht, sich in einem stetigen Fluss aus Bitte und Danke zu verlieren, sondern Grundlagen eines menschlichen Miteinanders einzuhalten. Ein Maß an Humor kann der Unterredung sehr zuträglich sein und die Atmosphäre auflockern. Wohlgemerkt handelt es sich dennoch um eine ernste Situation, sodass Lächerlichkeit die Chancen sinken lassen dürfte.

5. Getränke annehmen

Lehne kein angebotenes Getränk ab, doch nimm auch nicht alles an. Ratsam ist Wasser ohne Kohlensäure zu verlangen, um unangenehmes Aufstoßen zu verhindern. Des Weiteren kann die Bedenkzeit bei kniffligen Fragen künstlich hinausgezögert werden, schlicht und einfach durch einen kurzen Griff zum Glas. So verhinderst du auch, dass dein Mund durch die Rederei zu trocken werden. Gleichwohl spielt hier eine psychologische Komponente eine immense Rolle. Das Anbieten eines Getränks wird seitens des Unternehmens als Akt der Gastfreundschaft interpretiert. Dieses abzulehnen könnte deshalb die andere Partei vor den Kopf stoßen und ein Gefühl hervorrufen, dass die angebotene Geste nicht zu würdigen gewusst wird.

6. Klare Artikulation

Eine deutliche Aussprache und eine langsame Sprechgeschwindigkeit bringen die Kompetenz des Redners besser zum Vorschein. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass dein Gegenüber deinen Ausführungen und Gedankengängen folgen kann.

7. Notizen machen

Ein stichwortartiges Protokoll als Gedächtnisstütze anzufertigen kann sehr hilfreich sein, um später gezielt mit eigenen Fragen bei wichtigen Punkten nachhaken zu können. Doch auch bei der Entscheidungsfindung können die Stichworte helfen, das Gespräch Revue passieren zu lassen. Außerdem zeugt das Mitschreiben von regem Interesse und einer strukturierten Arbeitsweise.

8. Individualität statt Standard

Standardfragen mit auswendig gelernten Standardantworten zu erwidern, kann ein echtes K.O.-Kriterium sein. Bei der Beantwortung einen Bezug zu der eigenen Person, dem eigenen Lebenslauf oder dem Unternehmen herzustellen, wirkt dagegen frisch und abwechslungsreich. Fragen können auch gezielt provoziert werden, in dem im Lebenslauf interessante Details entweder nur angedeutet oder unzureichend ausgeführt werden.

Ihr schafft das – keine Sorge! Es gibt keinen Grund sich vor einem Vorstellungsgespräch verrückt zu machen. Mit Hilfe dieser Tipps und Tricks wird jedes Bewerbungsgespräch zum Heimspiel. Viel Erfolg!