Bevor es Powerpoint gab, war eine Präsentation eine mühsame Angelegenheit: Jede Seite musste per Stift geschrieben und gezeichnet werden, bevor sie auf die Folie übertragen und mittels Overhead-Projektor auf der Leinwand erscheinen konnte. Dank Powerpoint ließen sich ab 1990 Präsentationen jetzt per Mausklick am Computer zusammenstellen. Bis heute ist die Software von Microsoft unangefochtener Platzhirsch, doch es gibt längst praktikable Alternativen, die preiswerter sind oder sogar als kostenlose Versionen angeboten werden.

Impress von Open Office

Das Präsentationsprogramm Impress, das zu Open Office gehört, sieht Powerpoint verblüffend ähnlich. Wer das Microsoft-Produkt kennt, findet sich sofort zurecht. Zwar ist die Optik dieses Programms nicht ganz so schick, doch sie funktioniert ebenso gut. Links ist die Übersicht über die Folien, in der Mitte die aktuelle Folie und an der rechten Seite die Vorlagen für das Layout. Mit Impress lassen sich neben den gängigen Audio- und Videoformate auch Exoten einbinden. Im Extension Manager gibt es nützliche Erweiterungen, die sich downloaden lassen.

Prezi: Der Geheimtipp

Im Gegensatz zu vielen anderen Programmen für Präsentationen arbeitet Prezi nicht linear und arbeitet eine Folie nach der anderen ab, sondern bevorzugt einen nicht-linearen Verlauf. Auf diese Weise ist Prezi ein praktischer Helfer, mit dem sich komplexe Zusammenhänge besonders anschaulich vermitteln lassen.
Die Flash-App läuft direkt im Browser und ist damit nicht nur flexibler, sondern lässt sich auch mit anderen Personen bearbeiten und teilen. Die gesamte Präsentation wird auf einer großen Fläche angezeigt, auf der sich die einzelnen Seiten beliebig platzieren lassen und deren Reihenfolge sich mit Pfaden festlegen lässt. Die vollständige Präsentation kann entweder als Gesamtansicht betrachtet werden oder die einzelnen Seiten können gezoomt werden, sodass sie einzeln gut lesbar sind. Auch in Prezi lassen sich alle Arten von Dateien, Bildern und Videos integrieren. Es gibt eine kostenlose Version, die allerdings für alle öffentlich zugänglich ist. Wer Privatsphäre braucht und mehr Funktionen haben möchte, muss die entsprechenden Pakete buchen und bezahlen.